Kontakt:

Jugendzentrum Punch
Magdeburger Straße 25
32049 Herford
 
Ansprechpartner: Jennifer Klimczak
Tel: 05221/26465
E-Mail: taschengeldboerse@herforte.de

Die Rahmenbedingungen

Die Taschengeldb√∂rse richtet sich an Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren. Jobanbieter sind Privatpersonen, die einfache, ungef√§hrliche und unregelm√§√üige Arbeiten zu verrichten haben. Die t√§gliche Arbeitszeit soll 2 Stunden, die w√∂chentliche 10 Stunden nicht √ľberschreiten. Sowohl Jugendliche als auch Jobanbieter m√ľssen sich bei der Taschengeldb√∂rse anmelden und registrieren lassen.
‚Ä®Verg√ľtung:‚Ä®Das empfohlene Taschengeld betr√§gt mindestens 5,- Euro pro Stunde. Ein anderer Satz kann individuell zwischen Jobanbieter und Jugendlichem vereinbart werden.

Rechtliche Voraussetzungen:‚Ä®Die Taschengeldb√∂rse dient lediglich als Koordinationsstelle. Die rechtliche Beziehung besteht ausschlie√ülich zwischen Jobanbieter und Jobber. Die Taschengeldb√∂rse kann weder garantieren, dass es f√ľr angebotene Jobs Abnehmer gibt, noch dass jedem Jugendlichen ein Job vermittelt werden kann. Die Taschengeldb√∂rse kann auch nicht daf√ľr garantieren, dass individuelle Absprachen zwischen Anbieter und Jobber eingehalten werden oder dass Jobs zur Zufriedenheit aller erledigt werden. Schwierigkeiten dieser Art sind direkt zwischen Anbieter und Jugendlichem zu kl√§ren. Die Taschengeldb√∂rse kann hier lediglich unterst√ľtzend arbeiten.

Folgende Punkte sind besonders zu beachten

Jugendarbeitsschutzgesetz:‚Ä®Bei allen T√§tigkeiten im Rahmen der Taschengeldb√∂rse muss es sich um geringf√ľgige Hilfeleistungen handeln, welche gelegentlich aus Gef√§lligkeit erbracht werden (vgl. ¬ß1 (2) JArbSchG).‚Ä®Bei Minderj√§hrigen m√ľssen bei der Anmeldung die Eltern der Beteiligung an der Taschengeldb√∂rse schriftlich zustimmen.

Sozialversicherungspflicht


‚Ä®T√§tigkeiten im Rahmen der Taschengeldb√∂rse sind nicht als versicherungspflichtiges Besch√§ftigungsverh√§ltnis im sozialversicherungsrechtlichen Sinne zu beurteilen, wenn keine pers√∂nliche Abh√§ngigkeit von einem Arbeitgeber gegeben ist (vgl. ¬ß 7 (1) SGB IV). ‚Ä®Kommt z.B. auf Grund einer regelm√§√üigen Verpflichtung des Sch√ľlers ein Besch√§ftigungsverh√§ltnis zustande, muss der Auftraggeber - neben anderen dann entstehenden Pflichten - auch Sozialversicherungsbeitr√§ge zahlen.

In diesem Zusammenhang weist die Minijobzentrale mit Schreiben vom 11.07.2013  darauf hin, dass ein Jugendlicher zum Arbeitnehmer wird und damit kein TABS-Helfer mehr ist, wenn eine pers√∂nliche Abh√§ngigkeit vom ‚ÄěJobanbieter‚Äú besteht. Damit verbunden ist die in Deutschland geltende Sozialversicherungspflicht f√ľr Arbeitnehmer. Dabei ist egal, ob ein Arbeitsvertrag besteht oder nicht. Ma√ügeblich ist das gesamte Erscheinungsbild der T√§tigkeit. Da die Jugendlichen der TABS kurzfristig und m√∂glichst unb√ľrokratisch helfen m√∂chten, ist ein solches abh√§ngiges Besch√§ftigungsverh√§ltnis seitens der Taschengeldb√∂rse Herford  nicht vorgesehen.
Eine Abh√§ngigkeit zeichnet sich u.a. durch das Weisungsrecht des Arbeitgebers, d.h. Vorgaben hinsichtlich des Inhalts, der Durchf√ľhrung, Zeit, Dauer und Ort der T√§tigkeit aus. Innerhalb der Taschengeldb√∂rse Herford  soll hierzu ein Dialog entstehen.

Die Hilfe der Jugendlichen darf nicht regelm√§√üig oder √ľber einen bestimmten Zeitraum passieren, um auch einer ‚Äěkurzfristigen oder geringf√ľgigen Besch√§ftigung‚Äú vorzubeugen.

Die Taschengeldb√∂rse Herford stellt hierbei nur den Erstkontakt her. Ob aus der zun√§chst einmaligen Hilfestellung des Jugendlichen ein Besch√§ftigungsverh√§ltnis entsteht, liegt also in der Verantwortung des Hilfesuchenden, meist Seniors. Dieser hat sich in diesem Fall auch um die Anmeldung des Besch√§ftigungsverh√§ltnisses bei der Minijobzentrale zu k√ľmmern.

Einkommensteuer/Umsatzsteuer:

Die Eink√ľnfte sind f√ľr die Jobber nicht steuerpflichtig, solange sie mit ihren Gesamteink√ľnften unter dem aktuellen Grundfreibetrag von 8004,- Euro im Jahr (Stand 2008) bleiben (vgl. ¬ß 32 EStG).‚Ä®Da sie unter die Kleinunternehmerregelung fallen, sind Jobber von der Umsatzsteuer befreit, wenn sie nicht mehr als 17.500 Euro j√§hrlich umsetzen (vgl. ¬ß 19 UStG).
Bezug von Sozialleistungen: ‚Ä®Jobber, die Sozialleistungen (SGB II, BAf√∂G, ALG II, Hartz IV, Wohngeld, etc.) beziehen, m√ľssen unter Umst√§nden das erzielte Einkommen beim zust√§ndigen Tr√§ger angeben. Bitte setzen Sie sich ggf. mit dem zust√§ndigen Leistungstr√§ger in Verbindung.

Unfall- und Haftpflichtversicherung:

Wir empfehlen dringend jedem Jobsucher, daf√ľr zu sorgen, dass eine private Haftpflicht- und Unfallversicherung vorhanden ist, da ansonsten auch f√ľr evtl. versicherungsrelevante Sch√§den keine Versicherung besteht. Zus√§tzlich besteht die M√∂glichkeit f√ľr Jobanbieter, die Jobber zu versichern. Ein Versicherungsschutz √ľber die Taschengeldb√∂rse besteht nicht.
Sicherheit‚Ä®Um eine m√∂glichst gro√üe Sicherheit aller zu erreichen, werden mit allen Beteiligten an der Taschengeldb√∂rse Vorstellungsgespr√§che gef√ľhrt. Sollte eine Person ungeeignet erscheinen, kann die Zulassung von der Koordinierungsstelle verweigert werden.

Sollte es w√§hrend eines Jobs zu kriminellen Handlungen, wie z.B. Diebstahl kommen, so muss sich der Betroffene selbst direkt an die zust√§ndige Stelle (z.B. Polizei) wenden. Die Taschengeldb√∂rse ist lediglich Kontaktstelle und √ľbernimmt keinerlei Haftung.

Datenschutz‚Ä®

Die Daten der an der Taschengeldb√∂rse Beteiligten werden von der Koordinierungsstelle nicht an Dritte weitergegeben. S√§mtliche Daten werden nur verschl√ľsselt √∂ffentlich gemacht. Bei der Anmeldung werden die Teilnehmer √ľber die Datenschutzbestimmungen informiert.